Das rundeste, freundlichste und geheimnisvollste Wesen der stillen Gewässer.
(Tipp: den Blob mal antippen.)
Der Blob (Rotundus amicabilis) ist ein weiches, gallertartiges Wesen von durch und durch runder Gestalt. Er besteht zu 94 % aus guter Laune und zu 6 % aus Wasser. Ecken sind ihm grundsätzlich fremd — stößt ein Blob an ein Hindernis, gibt er einfach nach und rollt weiter.
Man erkennt ihn an seinen zwei kleinen Punktaugen und einem stets leicht schiefen Lächeln. Wissenschaftlich gilt bis heute als ungeklärt, warum ein Blob eigentlich immer gut gelaunt ist.
Blobs bevorzugen ruhige Teiche, schattige Buchten und die stillen Ecken langsamer Flüsse. Sie meiden Strömung, Lärm und Hektik. Ein Blob, der sich unbeobachtet fühlt, treibt am liebsten stundenlang auf der Wasseroberfläche und dreht sich dabei ganz gemächlich im Kreis.
Der Blob ernährt sich hauptsächlich von warmem Sonnenlicht, leiser Musik und ungestörter Mittagsruhe. Bei Gefahr wendet er seine einzige Verteidigungsstrategie an: sich noch runder machen und so unfassbar niedlich aussehen, dass niemand ihm etwas antun möchte.
Der Blob macht nichts Besonderes — und genau das macht ihn besonders. Wenn du je einen triffst: einfach kurz winken. Er winkt nicht zurück (keine Arme), aber er lächelt. Das ist mehr als genug.